Anlagentechnik

Der Versuch Anlagen und Systeme
zu bewerten hat natürliche Grenzen.

Wirklich harte Fakten sind die Kosten die aus einer Anlage entstehen. Diese schlüsseln sich wieder nach Beschaffungskosten und Bewirtschaftungskosten auf. In die Beschaffungskosten muss dann aber auch die Nutzungsdauer einer Anlage einfl iesen. Eine Wärmepumpe läuft 30 Jahre hindurch, während ein gewöhnlicher Ölkessel nach durchschnittlich 18 Jahren ausgetauscht werden muss.

Die Bewirtschaftungskosten setzen sich dann aus den Kosten aus Energieverbräuchen, Wartung und Pfl ege zusammen. Im falle der Fotovoltaik und der Kraftwärmekopplung entstehen sogar Gewinne aus dem Verkauf von elektrischem Strom.

Und ganz wichtig ist natürlich die Subventionierung. Diese kann aus gesetzlich geregelten Einspeisevergütungen, Steuervorteilen oder Fördermitteln bestehen.

Alle diese Anlagen nutzen unterschiedliche Brennstoffe die sich in deren Verfügbarkeit und in Ihrem Umweltnutzen stark unterscheiden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich der Komfort in der Bedienung. So brennt eine Grundwasser- Wärmepumpe auf relativ kleinem Raum ohne nennenswerte Pfl ege das ganze Jahr hindurch, während die Heizungsunterstützende Ofenanlage nur brennt wenn auch nachgelegt und gelegentlich entascht wird. Am schwersten ist natürlich der Vorteil einer Anlage im Sinne von Wohnkomfort und Behaglichkeit einzuordnen.

Zu guter Letzt steht natürlich auch die Umweltverträglichkeit zur Betrachtung an. Grob gesagt ist der beste Schutz für die Umwelt die Vermeidung fossiler Energieträger. Etwas schwammiger wird es dann, wenn es um elektrischen Strom geht, weil dieser zu mehr als 60% aus fossilen Energieträgern mit einem Nutzungsgrad von maximal 40% gewonnen wird. Aber ohne Strom geht es halt auch nicht.

Wir versuchen hier die Anlagen nach dem Kostenaufwand für Brennstoff, Strom, Rückspeisung , Wartung und Pfl ege im Bezug auf die Nutzungsdauer zu Bewerten. Als Vergleichswert nehmen wir eine heizölsbetriebene Niedertemperaturanlage mit Fußbodenheizung und Brauchwasserspeicher. Diese Anlage bedient eine 4-Köpfi ge Familie auf ca. 150m² in einem Einfamilienhaus nach jetzigem Standart(KFW 60).

 
     
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